Die Anlagen zur Bewerbung
Welche Dokumente soll ich meiner Bewerbung beilegen?
Füge deiner Bewerbung Anlagen bei, welche für die angestrebte Stelle relevant sind und die
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deine fachliche Qualifikation und
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deine persönliche Eignung
belegen. Die fachliche Qualifikation kann durch Schul- und Ausbildungszeugnisse sowie durch Teilnahmebescheinigungen (z.B. für Weiterbildungen und Lehrgänge) dokumentiert werden. Deine persönliche Eignung belegst du mit Nachweisen, welche deine Person beurteilen. Das sind z.B. Arbeitszeugnisse und andere Beurteilungen. Alle Angaben, die du im Lebenslauf gemacht hast, solltest du mit entsprechenden Nachweisen belegen.
Die aktuellsten Zeugnisse von wichtigen Abschlüssen wie Schule, Ausbildung und Studium gehören immer zu einer Bewerbung dazu. Bei anderen Nachweisen kannst du abwägen, ob es vorteilhaft für dich ist, wenn du diese beifügst.
Ein Beispiel:
Du hast während deines Studiums 3 Monate im Eiscafé gekellnert, um dir ein wenig Geld nebenbei zu verdienen. Jetzt hast du dein Studium abgeschlossen und bewirbst dich als Steuerprüfer, wo Seriosität und analytisches Denkvermögen gefragt sind. Dein Nebenjob im Eiscafé passt da vielleicht nicht so recht ins Bild. Dann lässt du diesen Nachweis einfach weg und erwähnst diesen Nebenjob auch im Lebenslauf nicht.
Beim Abwägen, ob eine Anlage Sinn macht oder nicht, orientierst du dich am besten an den Anforderungen an die angestrebte Stelle. Diese kannst du der Stellenausschreibung entnehmen. Hast du unser Arbeitsblatt "Stellenanzeige analysieren" verwendet? Orientiere dich daran. Wähle zu jeder Anforderung einen Nachweis aus der belegt, dass du ihr gerecht wirst.
Eine Anlagenübersicht schafft Übersichtlichkeit
Sinn und Zweck einer Anlagenübersicht ist es, dem Leser deiner Bewerbung einen schnellen Überblick über die angehängten Dokumente zu ermöglichen. Das ist sehr sinnvoll! Zumal du in deinem Anschreiben ja (insbesondere aus Platzgründen) darauf verzichtest, alle Anlagen einzeln aufzulisten.
Insbesondere dann, wenn deine Bewerbung sehr viele Anlagen hat, ist die Gefahr groß, dass der Leser den Überblick verliert und herumsuchen muss. Das solltest du unbedingt verhindern!
Bei mehr als 4 Anlagen solltest du auf jeden Fall eine Extra-Seite mit einer Anlagenübersicht erstellen. Diese sortierst du - so zusagen als Anlagendeckblatt - vor die erste Anlage in deine Bewerbungsmappe ein.
Verwende für diese Seite wiederum die gleichen Formatierungen (Schriftart und -größe, Texthervorhebungen, etc.), wie für die restlichen Schriftstücke deiner Bewerbung. Hast du dir einen eigenen Briefkopf gestaltet, verwendest du ihn ebenfalls für diese Anlagenübersicht.
Wähle eine passende Überschrift - z.B. "Anlagen" - und liste deine Anlagen in chronologischer Reihenfolge nach folgender Gliederung auf:
Anlagenübersicht
- Arbeitszeugnisse (aktuellstes Arbeitszeugnis, zweitältestes Arbeitszeugnis, usw.)
- Zeugnisse deines Studiums (Diplomzeugnis, Praktikumszeugnis,etc.)
- Zeugnisse deiner Berufsausbildung (Ausbildungszeugnis, Zeugnis der Berufsschule, etc.)
- Schulabschlusszeugnis / Abiturzeugnis
- Nachweise über berufliche Weiterbildungsmaßnahmen
- Nachweise über außerberufliche Weiterbildungsmaßnahmen
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Weitere Referenzen
Beispiel
Du hast "Nachweis 1" über eine Weiterbildung während deiner aktuellen Tätigkeit. Diesen Nachweis fügst du unter Nachweise über berufliche Weiterbildungsmaßnahmen ein, obwohl er zeitlich gesehen die aktuellste Anlage überhaupt ist. Einen weiteren Weiterbildungsnachweis, "Nachweis 2", aus der Zeit deiner Berufsausbildung fügst Du ebenfalls unter Nachweise über berufliche Weiterbildungsmaßnahmen ein - und zwar hinter "Nachweis 1".
Du hältst also die oben genannte Gliederung ein und sortierst die Anlagen innerhalb der einzelnen Gliederungsabschnitte in zeitlicher Abfolge.
Wähle eine aussagekräftige Bezeichnung für die einzelnen Anlagen. Deine Anlagenübersicht kann dann bspw. so aussehen:
Anlagen
Arbeitszeugnis Firma A
Arbeitszeugnis Firma B
Diplomzeugnis Betriebswirtschaftslehre
Notenspiegel Studium Betriebswirtschaftslehre
Zeugnis Praxissemester bei Firma C
Abiturzeugnis
Weiterbildungsnachweis "SAP/R3 - Grundlagenkurs"
Weiterbildungsnachweis "Business-English"
Analog dazu fügst du die einzelnen Dokumente deiner Bewerbungsmappe bei. Und fertig!
Möchtest du dich per E-Mail bewerben, musst du alle Anlagen zuvor einscannen. Wir haben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung vorbereitet, wie du eine perfekte PDF-Bewerbungsmappe erstellst. Angefangen vom Einscannen der Unterlagen, über das Einfügen deiner Unterschrift, bis zum Zusammenfassen aller einzelnen Dokumente zu einer einziger PDF-Datei - deiner PDF-Bewerbungsmappe. Hier kannst du dir diese Anleitung herunterladen.
Kopien beglaubigen lassen?
Grundsätzlich legst du alle Dokumente deiner Bewerbung nur als Kopie bei. Die Originale solltest du niemals aus der Hand geben! Um nachzuweisen, dass die Kopien originalgetreu sind, kannst du sie beglaubigen lassen. Dies ist heutzutage aber nicht mehr unbedingt notwendig.
Eine amtliche Beglaubigung geht richtig ins Geld. Pro Beglaubigung musst du mit Preisen zwischen 2 und 5 Euro rechnen! Das Geld kannst du dir in der Regel sparen. Frage mal im Sekretariat deiner Schule nach, ob man dir dort deine Zeugniskopien mit einem Schulstempel und einer Unterschrift beglaubigen kann. Amtliche Beglaubigungen erhältst du z.B. bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung, beim Landkreis oder bei Gerichten. Aber auch manche Kirchen bieten diesen Service an, meist sogar günstiger.
Ansonsten kannst du deiner Bewerbung auch unbeglaubigte Kopien beifügen. (Außer es wird ausdrücklich verlangt.) Zum Vorstellungsgespräch solltest du die Originale dann sicherheitshalber mitnehmen. Im Zweifelsfall kann du diese dann zum Abgleich vorzeigen.